Sicher mit Smartphones und Tablets

Inhaltsverzeichnis


Sind Smartphones und Tablets sicher?

Kriminelle Hacker stehlen Kennwörter für soziale Netzwerke wie Facebook oder Passwörter für den E-Mail-Zugang oder das Online-Banking. Schlimmstenfalls platzieren sie Schädlinge auf Ihrem ungeschützten Smartphone, die das Gerät unbemerkt im Hintergrund steuern. Sie verschicken dann zum Beispiel kostenpflichtige SMS zu überhöhten Preisen. Andere Trojaner wiederum spionieren Kontaktdaten aus oder verschicken die auf dem Smartphone gespeicherten Fotos an unbekannte E-Mail-Adressen.

Nutzer von Smartphones und Tablets sollten generell Apps nur aus den offiziellen Quellen herunterladen und keine unbekannten Quellen zulassen.  

Schutz vor Smartphone-Viren

Sie können sich mit geringem Aufwand vor Datenklau und Smartphone-Viren schützen. Wie für einen PC gibt es auch für Smartphones und Tablets kostenpflichtige Antivirus-Programme sowie kostenlose Apps. Sie schützen vor den meisten Viren und Trojanern. Die Programme werden direkt auf dem Smartphone installiert.

Hilfe bei Verlust und Diebstahl

Viele Anwendungen bieten Ortungsfunktionen, mit denen sich nach dem Verlust des Smartphones das Gerät wiederfinden lässt. Das hilft nicht, wenn Ihnen das Gerät gestohlen wurde. Dann können Sie aber mit einigen Schutzprogrammen auch Daten auf Ihrem verloren gegangenen oder gestohlenem Gerät aus der Ferne löschen.

Tipp: Kostenlose Smartphone-Hilfe-App für Android

Smartphone-Hilfe-App für AndroidDie kostenlose Smartphone-Hilfe-App der Telekom hilft Ihnen bei Problemen mit Ihrem Android-Gerät und bietet Ihnen nützliche Tipps zu den Themen Datenschutz und Sicherheit. Die App selbst finden Sie im Google Play Store zum kostenlosen Download.


Sicherheitseinstellungen für Android-Smartphones

1. Bildschirmsperre mit PIN, Muster oder Passwort einschalten (ab Android 5.0)

Die Bildschirmsperre über Muster ist weniger sicher als die Bildschirmsperre über PIN. Den größten Schutz bietet die Bildschirmsperre mit Passwort – sie bedeutet aber auch den größten Aufwand beim Entsperren Ihres Geräts. Welche Sperre zum Einsatz kommen sollte, richtet sich nach dem Sicherheitsbedarf des Benutzers.

Bildschirmsperre mit PIN einrichten:

  • Öffnen Sie das Menü „Einstellungen“
  • Wählen Sie den Punkt „Sperrbildschirm und Sicherheit“ (Android 6: „Gerätesicherheit“)
  • Klicken Sie jetzt auf „Sperrbildschirmtyp“
  • Tippen Sie auf „Muster“, „PIN“, „Passwort“ oder „Fingerabdrücke“
  • Muster: Zeichnen Sie mit „Muster“ eine beliebige Punktfolge mit dem Finger. Legen Sie nun eine Sicherungs-PIN fest, mit der Sie Ihren Bildschirm entsperren können, wenn Sie Ihr Muster vergessen. Doch Vorsicht: Viele Muster sind unsicher, weil die meisten Nutzer auf Bequemlichkeit setzen.
  • PIN: Wählen Sie eine PIN, die aus mindestens vier Ziffern besteht – je länger Ihre PIN, desto sicherer ist Ihre Bildschirmsperre.
  • Passwort: Das Passwort darf Zahlen, Buchstaben und Sonderzeichen enthalten. Wählen Sie ein Passwort, das möglichst schwer zu erraten ist. Wir zeigen Ihnen, wie Sie ein sicheres Passwort erstellen.
  • Fingerabdrücke: Unterstützt Ihr Gerät diese Funktion, registriert ein Assistent Ihren Fingerabdruck auf dem Smartphone. Dazu müssen Sie einen beliebigen Finger über den Home-Button ziehen. Schließlich legen Sie noch ein Master-Passwort fest, mit dem Sie Ihr Smartphone auch alternativ entsperren können. Achtung: Datenschützer warnen vor der Funktion, die inzwischen immer mehr Geräte bieten.
  • Aktivieren Sie anschließend „Automatisch sperren“ und legen Sie fest, nach wie vielen Sekunden oder Minuten sich Ihr Bildschirm automatisch sperrt.

2. WLAN nur bei Bedarf aktivieren

Manchmal sind öffentliche, kostenlose WLAN-Hotspots manipuliert. Kriminelle wollen so die Daten der Smartphones ausspionieren, die sich ins WLAN einwählen. Oder sie verbreiten Schadsoftware über das WLAN. Daher sollten sich Smartphones nicht automatisch in WLANs einwählen dürfen.

  • Öffnen Sie das Menü „Einstellungen“
  • Deaktivieren Sie mit dem Schieberegler „WLAN“ und „Bluetooth“
  • Alternativ: Streichen Sie vom oberen Bildschirmrand nach unten und ziehen Sie die Benachrichtigungsleiste herunter. Auf diesem Weg können Sie „WLAN“ und „Bluetooth“ sowie weitere Funktionen noch bequemer deaktivieren oder aktivieren.

3. Verschlüsselung aktivieren

Wägen Sie gründlich ab, ob Sie Ihr Gerät verschlüsseln oder nicht. Wenn Ihnen ein Fehler bei der Bedienung unterläuft, besteht die Gefahr, dass Sie die Daten auf Ihrem Gerät verlieren. Sollten Sie Ihren Entschlüsselungscode vergessen oder verlieren, haben Sie keinen Zugriff mehr auf Ihre Daten.

  • Öffnen Sie das Menü „Einstellungen“
  • Gehen Sie auf „Sicherheit“ und danach auf „Verschlüsselung“ (in neueren Versionen von Android heißt der Punkt auch „Gerät verschlüsseln“ oder „Verschl. Daten schützen“)
  • Erstellen Sie ein Passwort für die Entsperrung
  • Vorsicht: Die Verschlüsselung lässt sich nur wieder entfernen, wenn Sie Ihr Smartphone auf Werkseinstellungen zurücksetzen.

Wie Sie Ihr Smartphone verschlüsseln und wann es sinnvoll ist, erfahren Sie in einem Artikel von Spiegel Online.

4. Smartphone immer auf dem neuesten Stand halten

Software-Aktualisierungen schließen auch Sicherheitslücken. Prüfen Sie deshalb regelmäßig, ob Updates für Ihr Smartphone bereitstehen. Öffnen Sie dazu die „Einstellungen“ und tippen Sie dann auf „Geräteinformationen“. Achten Sie außerdem darauf, dass in „Einstellungen/Sicherheit“ die Installation von Apps aus „unbekannten Quellen“ deaktiviert ist.


iPhone und iPad richtig sichern

1. Bildschirmsperre mit PIN

Setzen Sie die automatische Sperre.

  • Öffnen Sie „Einstellungen“
  • Gehen Sie weiter auf „Allgemein“
  • Dann weiter auf „Automatische Sperre“. Hier können  Sie die Zeit einstellen, ab der das Gerät gesperrt wird.

2. Datenschutz einstellen

Stellen Sie Ihre persönlichen Datenschutzregeln ein.

  • Öffnen Sie „Einstellungen“
  • Gehen Sie auf „Datenschutz“. Hier können Sie selbst entscheiden, was Sie den Apps erlauben.
  • Mit dem Punkt „Ortungsdienste“ stellen Sie zum Beispiel ein, welche App Ihren aktuellen Standort nutzen darf.
  • Über weitere Menüpunkte wie „Kontakte“, „Kalender“ oder „Fotos“ sehen Sie, welche auf Ihrem Gerät installierten Apps Zugriff auf die jeweiligen Funktionen haben.
  • Mit den Schieberegeln können Sie für jede App den Zugriff festlegen. Sie können etwa Kennwörter und Kreditkarten über „Einstellungen/Safari/Kennwörter und Autom. Ausfüllen“ speichern, „Entfernte Bilder laden“ über Einstellungen/Mail, Kontakte, Kalender“, Ad-IN und Ad-Tracking über „Einstellungen/Datenschutz/Werbung“ einstellen und vieles mehr.

3. Software aktualisieren

Halten Sie die Software Ihres iPads oder iPhones auf dem neuesten Stand. Updates bringen nicht nur neue Funktionen, sondern schließen Fehler und Sicherheitslücken.

  • Zur Prüfung und Installation gehen Sie unter „Einstellungen“ und „Allgemein“ auf den Punkt „Softwareaktualisierung“
  • Ihr Smartphone oder Tablet sucht dann automatisch nach Updates

Tipp: Weitere Informationen zu den Sicherheitsupdates von iOS und anderer Software bietet Apple.

4. Einschränkungen aktivieren

Über „Einstellungen“, „Allgemein“, „Einschränkungen“ können Sie bestimmte Apps und Funktionen wie die Kamera und den Browser Safari von der Nutzung auf Ihrem Gerät ausschließen. Zudem können sie Altersfreigaben für Filme, Webseiten und weitere Inhalte festlegen, wenn ein Kind Ihr iPhone oder iPad nutzen soll. Unter dem Punkt „Datenschutz" haben Sie darüber hinaus die Möglichkeit, den Zugriff von Apps auf Inhalte und Funktionen Ihres Geräts zu beschränken, etwa auf Bilder, Standortinformationen und Ihr Facebook-Profil.

5. Browser-Einstellungen

Sie können auch für den Web-Browser Safari, Sicherheitseinstellungen vornehmen.

  • Gehen Sie unter „Einstellungen“ auf den Punkt „Safari“
  • Im Menüpunkt „Datenschutz & Sicherheit“ lässt sich festlegen, ob Safari Ihren Standort tracken darf,
  • Cookies blockiert,
  • vor Betrug (Phishing) warnt.
  • Sie können hier auch den Cache des Browsers, Cookies und Daten löschen.

6. Vorsicht bei WLAN und Bluetooth

Die automatische Anmeldung an unbekannten Wireless-Stationen ist äußerst gefährlich. Über kostenlose, öffentliche Hotspots versuchen Hacker Schadprogramme zu installieren oder Passwörter zu phishen. Deaktivieren Sie also WLAN und Bluetooth, wenn Sie es nicht brauchen. Sie sparen auch noch Akkulaufzeit.

  • Gehen Sie unter „Einstellungen“ auf die Punkte „WLAN“ und „Bluetooth“
  • Schalten Sie beide Möglichkeiten mit dem Schieberegler aus.

7. iPhone suchen

Installieren und konfigurieren Sie aus dem App Store die kostenlose App „Mein iPhone suchen“. Die Anwendung zeigt auf einer Karte den Aufenthaltsort des mobilen Geräts.


Spam-SMS: Kurznachricht mit Kostenfalle

„Ihr DHL Packung ist ihnen geliefert, verfolgen Sie online über …“ Was auf den ersten Blick aussieht wie ein Link zur Sendungsverfolgung des Paketdienstleisters DHL, ist nichts weiter als eine weitere Masche von Betrügern. Die gefälschten SMS, oft verfasst in gebrochenem Deutsch, enthalten einen Link. Wer diesen anklickt, wird – so in unserem Beispiel – etwa zum Download der Schadsoftware „DHL.apk“ weitergeleitet. Nach der Installation verschickt ein Trojaner Kurznachrichten an Premium-Dienste, die hohe Kosten verursachen und auf Ihrer nächsten Telefonrechnung auftauchen. Darüber hinaus versendet der Trojaner weitere Betrugs-SMS an Empfänger aus Ihrem Adressbuch, um die Schadsoftware schnell zu verbreiten.

DHL sowie weitere Unternehmen, deren Marke missbraucht wird, sind die Hände gebunden. „Da die SMS von anonymen SMS-Servern im Internet oder von Prepaid-SIM-Karten verschickt werden können, ist es kaum möglich, den Urheber zu identifizieren“, erklärt der Paketdienstleister auf seiner Homepage.

Bei SMS mit unbekanntem Absender oder verdächtigem Inhalt raten Experten dazu, keine Internetlinks anzuklicken, keine Dateien herunterzuladen oder auszuführen, dem Absender nicht zu antworten und einen Virenscanner mit den aktuellsten Updates auf dem Smartphone zu installieren. Grundsätzlich gilt: Laden Sie Spiele und Anwendungen nur aus vertrauenswürdigen Quellen herunter, um das Sicherheitsrisiko zu mindern. Falls Sie ein Android-Smartphone nutzen, verbieten Sie über die Sicherheitseinstellungen des Betriebssystems die Installation von Apps aus unbekannten Quellen. Hohen Kosten können Sie auch entgehen, indem Sie bei Ihrem Telefonanbieter eine Drittanbietersperre einrichten lassen.

Spam-SMS mit Bitte um Rückruf

Der Inhalt von Spam-SMS kann variieren. Betrüger verschicken beispielsweise auch Kurznachrichten, die Nutzer zu einem Anruf verleiten sollen. Darin steht zum Beispiel: „Es ist etwas Schlimmes passiert, ruf mich bitte an.“ Wer die mitgeschickte Telefonnummer anwählt, verursacht zwar keine Schäden auf seinem Mobiltelefon. Stattdessen werden Opfer jedoch mit einer kostspieligen Warteschleife oder Mailbox verbunden. Die Folge sind hohe Gebühren, die mit der nächsten Telefonrechnung von Ihrem Konto abgebucht werden.

Rufen Sie daher nur Absender zurück, denen Sie vertrauen. Ignorieren Sie alle Nachrichten, die Ihnen unseriös vorkommen und lassen Sie sich wie auch bei Nachrichten in Messenger-Apps wie WhatsApp sowie E-Mails nicht von Gewinnversprechen verleiten.

Wie kommen Betrüger an meine Telefonnummer?

Die Abzocker verschicken ihre Nachrichten per SMS oder Messenger meist wahllos mithilfe einer automatischen Nummerngenerierung. Die Täter greifen auch immer mehr Mobilfunknummern im Internet ab, etwa von Profilseiten bei Facebook. Geben Sie Ihre Nummer daher nur in Ausnahmefällen im Internet preis. Überprüfen Sie außerdem die Privatsphäre-Einstellungen in den Sozialen Netzwerken, in denen Sie angemeldet sind.


Betrug mit vorgetäuschten Telefonnummern: Call ID Spoofing

Der Einfallsreichtum von Betrügern kennt kaum Grenzen. Ist eine Betrugsmasche abgenutzt, zaubern sie auch schon eine neue hervor. So zum Beispiel „Call ID Spoofing“, vor der das Landeskriminalamt (LKA) Niedersachsen in seinem „Ratgeber Internetkriminalität“ warnt. Hinter dem Begriff verbirgt sich eine Betrugsmasche mit vorgetäuschten Telefonnummern – eine Variante des Phishings per Telefon, Smartphone oder Tablet.

Der Trick: Die Täter wirken besonders glaubwürdig, indem sie Computerprogramme einsetzen, die Ihnen bei einem Anruf auf Ihrem Telefondisplay die Nummern von Ämtern, Behörden oder bekannten Unternehmen anzeigen. Nun geben sie vor, Polizisten, Richter, Staatsanwälte oder Geschäftsleute zu sein, um die Opfer zu Geldzahlungen oder zur Preisgabe von Kontodaten zu bewegen.

Bundesnetzagentur von Spoofing betroffen

So warnt etwa die Bundesnetzagentur vor einem „Call ID Spoofing“ in ihrem Namen und Anrufen durch angebliche Mitarbeiter. Demnach werden für den Verbraucher im Telefondisplay bekannte Rufnummern der Bundesnetzagentur angezeigt. „Im Telefonat behaupten die Anrufer unter anderem, dass die Verbraucher bereits kostenpflichtige Gewinnspielverträge abgeschlossen hätten und/oder eine Pfändungsklage bzw. ein Vollstreckungsbescheid gegen sie vorliegen würde“, wie die Bundesnetzagentur auf ihrer Internetseite berichtet. Die angeblichen Forderungen der Unternehmen würden durch den Abschluss eines Zeitungsabonnements aufgehoben und sämtliche persönliche Daten der Verbraucher gelöscht.

Empfehlungen der Polizei bei Spoofing

Beachten Sie beim Spoofing, also dem Phishing per Telefon, Smartphone und Tablet, die Empfehlungen der Polizei. Grundsätzlich sollten Sie sich wie folgt verhalten:

  • Geben Sie keine sensiblen oder privaten Daten (Personalien, Bankdaten, PIN/TAN, Zugangsdaten, Kundendaten) weiter – auch nicht über die Wähltastatur (PIN-Eingabe).
  • Fragen Sie den Anrufer nach dessen Name, Firma und Erreichbarkeit.
  • Dokumentieren Sie den Anruf mit Rufnummer, Gesprächspartner und Gesprächsinhalt.
  • Falls der Anrufer vorgibt von einem bekannten Unternehmen zu stammen, führen Sie im Zweifelsfall eine Rückfrage bei einer bekannten Hotlinenummer der Firma durch (Kein Rückruf über die im Display gespeicherte Nummer).
  • Vermeiden Sie zudem Telefongespräche mit sensiblen Daten in der Öffentlichkeit (zum Beispiel in der Bahn oder im Bus).
  • Melden Sie einen Rufnummernmissbrauch.

Sicherheitsrisiken durch Jailbreak und Rooting

Durch den Jailbreak oder das Rooten bekommen Sie vollen Zugriff auf das Dateisystem Ihres iPhones oder Android-Geräts. Mit diesen Berechtigungen können Sie beispielsweise Apps installieren, die von Apple oder Google nicht autorisiert wurden. Durch das Entsperren von Smartphones umgehen Sie alle Sicherheitsvorkehrungen des Betriebssystems. Schadprogramme können diese Lücken ausnutzen und Daten auslesen sowie Funktionen unbemerkt aktivieren.

Gefährliche Apps

Die im Apple AppStore bzw. Google Play Store angebotenen Apps durchlaufen einen Sicherheitscheck. Dies gilt nicht für Apps, die speziell für Geräte mit Jailbreak bzw. gerootete Geräte angeboten werden. Ob diese Apps immer vertrauenswürdig sind und keine Programmierfehler oder unsichere Konfigurationen beinhalten, bleibt also offen. Die Schadsoftware „Unflod Baby Panda“ wollte im Jahr 2014 beispielsweise auf iPhones und iPads die Zugangsdaten (Nutzernamen und Passwörter) zu Apple-Konten stehlen. Nur wer einen Jailbreak auf seinem Gerät durchgeführt hatte, konnte Opfer des Baby-Pandas sein.

Die größten Gefahren durch Jailbreaking und Rooting

  • Unsichere Konfiguration: Im Verlauf des Entsperrens können zusätzliche Funktionalitäten auf dem Smartphone aktiviert werden, die noch manuell abgesichert werden müssen. Dies ist für den Nutzer allerdings nicht ohne Weiteres erkennbar.
  • Schadsoftware: Die Gefahr, dass Sie sich auf dem Smartphone einen Trojaner (Software mit für den Benutzer nicht ersichtlicher, unerwünschter zusätzlicher Funktionalität) einfangen, ist hoch. Jeder kann Apps entwickeln und anbieten – und damit auch kriminelle Anbieter. Für nicht offizielle Quellen gibt es auch keine Sicherheitsüberprüfung, die das Risiko von Schadsoftware verringert.
  • Systemstabilität: Durch Jailbreak oder Rooting steigt die Zahl der Abstürze des Smartphones. Das ist nicht unbedingt gefährlich, aber nervt. Installieren Sie zu viele Apps, verlangsamt das System sich erheblich.
  • Fake-Angebote: Apps, mit denen Sie Jailbreaks oder Rooting durchführen können, sind oftmals selbst mit Viren verseucht und damit Einfallstor für Schadsoftware.
  • Garantieverlust: Durch Jailbreaks oder Rooting erlischt die Herstellergarantie des Smartphones.

Hohes Risiko für Unternehmen

Für Unternehmen, die ihre mobilen Endgeräte mit einer MDM-Lösung (Mobile Device Management) managen, ist Jailbreak oder Rooting generell untragbar. Neben den erhöhten Risiken durch Schadsoftware ist die Verwaltung eines entsperrten Geräts nur noch eingeschränkt möglich. Unternehmen sollten daher ihren Mitarbeitern Eingriffe in das Betriebssystem ihrer mobilen iOS- und Android-Geräte verbieten. Einige MDM-Systeme erkennen Jailbreaks oder Rootings und können daraufhin das Gerät sperren.

Weitere Hinweise zu den Risiken des Jailbreaking bietet Apple.


Video: Die Risiken von Root und Jailbreak

Sie sollten die Schutzvorkehrungen von Smartphone und Tablet nicht manipulieren. Wir erklären Ihnen im Video, welche Risiken Rooting und Jailbreaking bergen.


Sicherheitstipps für Smartphone und Tablet

Unbekannte Rufnummern

Prüfen Sie unbekannte Rufnummern vor Rückruf. Rufen Sie teure Dienste-Rufnummern (0900, 0180, 0137) nicht zurück. Lassen Sie unerwünschte Rufnummern zu Mehrwertdiensten von Ihrem Netzbetreiber sperren.

Vertrauliche Gespräche

Führen Sie Gespräche mit vertraulichem Inhalt nicht im öffentlichen Raum, etwa in Verkehrsmitteln, Warteräumen und an Orten mit hohem Publikumsverkehr.

Display-Sperre

Aktivieren Sie auf dem Smartphone oder dem Tablet eine Display-Sperre mit einem Passwort, einer PIN, einem Muster oder einem Fingerabdruck und geben Sie PIN und Muster nur unter Sichtschutz gegenüber Dritten ein.

WLAN und Bluetooth

Deaktivieren Sie das automatische Einwählen in öffentliche WLAN (Hotspots) und die Bluetooth-Funktion, wenn Sie diese nicht nutzen.

Öffentliche Hotspots

Nutzen Sie öffentliche Hotspots mit erhöhter Vorsicht und – soweit möglich – über eine gesicherte Verbindung (https). Nutzen Sie nach Möglichkeit das in öffentlichen HotSpots der Telekom vorhandene VPN.

Vorsicht bei der App-Installation

Installieren Sie Apps auf Smartphone oder Tablet nur aus vertrauenswürdigen Quellen. Falls Sie ein Android-Smartphone nutzen, verbieten Sie über die Sicherheitseinstellungen des Betriebssystems die Installation von Apps aus anderen Quellen als dem Play Store (Unbekannte Quellen). 

App-Zugriffsrechte prüfen

Einige App-Anbieter zeigen an, auf welche Daten und Funktionen ihre App auf dem Smartphone zugreift. Prüfen Sie kritisch, ob die Zugriffsrechte wirklich notwendig sind.

Updates durchführen

Achten Sie darauf, ob es Sicherheitsupdates für Ihr Gerät oder das auf dem Gerät ausgeführte Betriebssystem, Software und Apps gibt.

SIM-Karte sperren

Lassen Sie bei Verlust Ihres Smartphones oder Tablets die SIM-Karte sofort sperren. Zusätzlich bieten einige Hersteller eine Funktion an, mit der Sie das Gerät aus der Ferne zurücksetzen, sperren und persönliche Daten löschen können.


Antivirus-Apps für Android-Geräte

Das Unternehmen AV-Test hat eine Reihe von Antivirus-Apps untersucht und bewertet. Weitere Informationen zu sehr gut bewerteten Schutzpaketen finden Sie direkt bei AV-Test.

Eine der empfehlenswerten Lösungen ist das Norton-Sicherheitspaket von Symantec, das Ihnen die Telekom anbietet.


Was Antivirus-Programme für Android bieten

Internetseiten-Filter

Wenn Sie mit dem Smartphone eine gefährliche Internetseite aufrufen, blockiert die App mit einem Warnfenster den Aufruf der Seite.

Lokalisierung

Wenn Sie Ihr Smartphone verlieren, können Sie es über eine Internetseite orten.

Fernsteuerfunktion

Damit können Sie Ihr Smartphone aus der Ferne sperren, so dass niemand an Ihre persönlichen Daten herankommt.

Löschfunktion

Damit können Sie die Daten aus der Ferne löschen

App-Kontrolle

Bei der App-Kontrolle wird in einer Liste angezeigt, welche App welche Berechtigungen hat. So ist ersichtlich, ob eine Applikation etwa die aktuelle Position des Handys ausliest oder auf Ihr Adressbuch zugreift.

Backup

Persönliche Daten lassen sich auf einer SD-Speicherkarte, dem PC oder einem Onlinespeicher sichern und bei Bedarf zurückspielen.


Sicherheitspakete für Smartphones, Tablets und PC

Die Telekom bietet Norton-Sicherheitspakete von Symantec, die einen zuverlässigen Schutz vor Viren & Co. unterwegs und zu Hause ermöglichen. Die Pakete enthalten bis zu fünf frei kombinierbare Lizenzen für PC, Mac, Smartphone oder Tablet. Die Software schützt Android- oder iOS-basierte Smartphones und Tablets.

Schutzfunktionen

  • Anti-Malware-Funktion und Auto-Scan sämtlicher Dateien und App-Updates
  • Blockiert unerwünschte Anrufe und SMS, ortet und sperrt Ihr Smartphone bei Verlust oder Diebstahl und löscht Ihre Daten per SMS
  • Fünf verschiedene Schutztechnologien erkennen und beseitigen unbekannte Viren, Spyware, Trojaner, Würmer und Bots
  • Effektiver Schutz Ihrer Identität, Schutz vor Hackerangriffen und Betrugsversuchen sowie Spamschutz
  • Einfach und schnell installiert nach Anmeldung und Download
  • Stets die aktuellste Software dank automatischer Updates ohne zusätzliche Kosten

Drei Varianten

  • Komplett S mit einer Lizenz, 1 Monat kostenfrei, dann 1,95 € im Monat (Stand vom 1. September 2014)
  • Komplett M mit drei Lizenzen, 1 Monat kostenfrei, dann 3,95 € im Monat (Stand vom 1. September 2014)
  • Komplett L mit fünf Lizenzen, 1 Monat kostenfrei, dann 4,95 € im Monat (Stand vom 1. September 2014)

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