Basisschutz für Laptop und PC

Inhaltsverzeichnis


Schutzmaßnahmen für die Computer-Sicherheit

Mit fünf Maßnahmen schützen Sie Ihren Computer vor den meisten Bedrohungen:
 

1. UPDATES

PC-Schutz gleicht einem Wettrennen. Fast immer geht es darum, Sicherheits­lücken zu schließen, bevor Angreifer sie für sich nutzen können. Ein wichtiges Werkzeug dafür ist das automatische Update-Management Ihres Betriebssystems und Ihrer Software-Programme. Halten Sie Ihre Software ihres Computers immer auf dem aktuellen Stand, um Sicherheitslücken zu schließen, bevor Kriminelle sie ausnutzen können.

2. PERSONAL FIREWALL

Ein weiterer Verbündeter im Kampf gegen Cybergefahren ist die Personal Firewall des Betriebssystems ihres Laptops oder Computers. Sie überwacht den Datenverkehr mit anderen Netzwerken und sorgt dafür, dass ungebetene Gäste draußen bleiben. Ist Ihre Firewall eingeschaltet? Schauen Sie doch mal nach.

3. VIRENSCHUTZ

Mindestens genauso wichtig ist ein funktionierender Virenschutz. Anders als bei der Personal Firewall müssen Sie sich den passenden Virenscanner in der Regel selbst besorgen. Was es bei der Auswahl eines Antivirus-Programms zu beachten gilt, erfahren Sie hier.

4. BENUTZERKONTEN

Ganz wichtig: Legen Sie in Ihrem Betriebssystem auf dem Computer ein Benutzerkonto mit eingeschränkten Benutzerrechten an. Nutzen Sie möglichst immer dieses Konto, um es Angreifern besonders schwer zu machen, sich auf Ihrem Rechner festzusetzen.

5. KINDER- UND JUGENDSCHUTZ

Richten Sie spezielle Kinder- und Jugendkonten auf Ihrem Betriebssystem ein. Legen Sie Zeitlimits, Zugriffsbeschränkungen und Sperren fest, um Ihre Kinder zu schützen und die Computer-Sicherheit zu erhöhen.


Die fünf wichtigsten Tipps für die Computer-Sicherheit

  1. Installieren Sie regelmäßig Updates.
  2. Nutzen Sie einen aktuellen Virenschutz.
  3. Verwenden Sie eine Personal Firewall.
  4. Gehen Sie mit eingeschränkten Benutzerrechten ins Internet.
  5. Geben Sie Spyware-Programmen keine Chance.

Alle Maßnahmen sind auch für Laien leicht umsetzbar.

Hilfe bietet auch das Service-Center des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI):
Kostenfreie Service-Hotline: 0800 274 1000 (Mo - Fr von 8 bis 18 Uhr)
oder E-Mail an: mail@bsi-fuer-buerger.de

1. Installieren Sie regelmäßig Updates.

Software-Anbieter entwickeln ihre Produkte permanent weiter. Nicht zuletzt, um Sicherheitslücken zu schließen. Halten Sie daher die Software Ihres Computers immer auf dem aktuellen Stand. Aktivieren Sie hierzu das automatische Laden und Installieren von Updates. Nahezu alle Softwareprogramme bieten die Funktion „Automatische Updates“ (die Bezeichnung variiert von Programm zu Programm). Sie finden diese Funktion in der Regel unter dem Menüpunkt „Optionen“ oder „Einstellungen“.

Besonders wichtig sind die Updates für das Betriebssystem Ihres Computers und Ihren Virenscanner. Denken Sie aber auch an alle übrigen Programme, die sich mit dem Internet verbinden. Hierzu zählen vor allem Browser, Media-Player und PDF-Reader.

Aktivieren Sie automatische Updates Ihres Betriebssystems:

Windows 10
Öffnen Sie Windows Update, indem Sie vom rechten Bildschirmrand nach innen streifen (bei der Verwendung einer Maus zeigen Sie auf die Ecke unten rechts auf dem Bildschirm, und bewegen Sie den Mauszeiger nach oben) und „Einstellungen“, „PC-Einstellungen ändern“ und „Update/Wiederherstellung“ auswählen. Jetzt klicken Sie auf „Installationsmethode für Updates auswählen“ und wählen unter „Wichtige Updates“ die gewünschte Option aus. Aktivieren Sie unter „Empfohlene Updates“ das Kontrollkästchen „Empfohlene Updates auf die gleiche Weise wie wichtige Updates bereitstellen“. Danach aktivieren Sie unter „Microsoft Update“ das Kontrollkästchen „Updates für andere Microsoft-Produkte bereitstellen, wenn ich ein Windows-Update ausführe“, und klicken dann auf „Übernehmen“.

Windows 8
Öffnen Sie die Einstellungen von Windows, indem Sie vom rechten Bildschirmrand nach innen streifen oder die Tastenkombination „Windows-Taste + C“ ausführen. Die „Charme-Leiste“ erscheint. Klicken Sie nun auf „Einstellungen“. Im Einstellungsmenü klicken Sie auf „Systemsteuerung“ (optional erreichen Sie das Einstellungsmenü direkt mit der Tastenkombination „Windows-Taste + I“). Nun klicken Sie auf „System und Sicherheit“. In der folgenden Ansicht klicken Sie unter dem Menüpunkt „Windows Update“ auf „Automatische Updates aktivieren oder deaktivieren.“ Wählen Sie nun „Updates automatisch installieren (empfohlen)“.

Weitere Informationen bietet Microsoft.

Windows 7
Öffnen Sie das Startmenü von Windows 7, indem Sie auf die Schaltfläche „Start“ bzw. das Symbol von Windows 7 in der Taskleiste klicken. Klicken Sie nun auf den Eintrag „Systemsteuerung“, anschließend unter dem Eintrag „Sicherheit“ auf „Computerstatus überprüfen“. Nun wählen Sie „Windows Update“ aus und klicken auf „Einstellungen ändern“. Aktivieren Sie jetzt die Option „Updates automatisch installieren (empfohlen)“ und legen Sie fest, wann Windows nach Aktualisierungen suchen soll.

Weitere Informationen bietet Microsoft.

Mac OS X
Öffnen Sie die „Systemeinstellungen“ Ihres Macs über das Apfel-Menü. Klicken Sie unter der Überschrift „System“ auf den Eintrag „Softwareaktualisierung“. Aktivieren Sie „Automatisch nach Updates suchen“ sowie die Unterpunkte „Neu verfügbare Updates im Hintergrund laden“, „App-Updates installieren“ und „Systemdateien und Sicherheits-Updates installieren“.

Weitere Informationen bietet Apple.

Falls erforderlich: Aktualisieren Sie manuell
Achtung! Falls eine Software keine automatische Update-Funktion bietet, laden Sie neue Versionen nur direkt von den Webseiten des Anbieters herunter. Seien Sie besonders vorsichtig, wenn Warnfenster (Popups) auf Ihrem Bildschirm erscheinen und Sie zum Download eines Updates auffordern. Hacker missbrauchen solche Hinweise gerne, um sich Ihr OK zur Installation von Computer-Schädlingen zu erschleichen. Ob tatsächlich ein wichtiges Update vorliegt, erfahren Sie auf den Webseiten der Software-Anbieter.

Aktuelle Hinweise finden Sie auch im Newsletter des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) „Sicher • Informiert“, den Sie abonnieren sollten, sowie bei Brancheninformationsdiensten wie www.heise.de und www.golem.de. Spielen Sie dort empfohlene Updates umgehend ein.

2. Nutzen Sie einen aktuellen Virenscanner.

Für den größtmöglichen Schutz vor Schadsoftware brauchen Sie einen Virenscanner – und zwar auf jedem internetfähigen Gerät. Wählen Sie eine Software, die sich automatisch aktualisiert. Nur dann können Sie sicher sein, dass Ihr Scanner die aktuellen Signaturen aller bekannt gewordenen Schadprogramme an Bord hat. Achten Sie in den Einstellungen des Antivirus-Programms darauf, dass der automatische Scan für E-Mails und ihre Anhänge eingeschaltet ist. Falls Sie externe Festplatten, USB-Sticks oder SD-Karten nutzen, sollten Sie auch diese Wechselmedien regelmäßig scannen.

Windows-Rechner sind aufgrund ihrer weiten Verbreitung das Angriffsziel Nummer eins für Kriminelle. Für Apples Betriebssystem MAC OS X sind nur wenige Schadprogramme bekannt. Dennoch sollten auch Apple-Nutzer einen Virenscanner einsetzen, um nicht versehentlich gefährliche Dateien an andere weiterzugeben.

Umfassenden Schutz vor Schadsoftware bietet etwa das Sicherheitspaket der Telekom, das Sie auch auf Smartphones und Tablets einsetzen können.

3. Verwenden Sie eine Personal Firewall.

Eine Personal Firewall trägt ihren Namen zu Recht: Rund um die Uhr sichert sie Ihren Computer wie eine Brandschutzmauer. Die Firewall überwacht den Datenfluss und schützt Ihren Rechner vor unerlaubten Zugriffen aus dem Internet. Dazu kontrolliert sie alle Verbindungen des Laptops oder PCs in andere Netzwerke. Im Blickpunkt stehen sowohl die Anfragen ins Internet als auch die Daten, die aus dem Internet an Ihren Computer gesendet werden.

Technisch gesehen handelt es sich bei einer Firewall um eine Software, die moderne Betriebssysteme bereits mitliefern. Windows 7 und Windows 8 etwa über eine Personal Firewall, die im Auslieferungszustand und auch nach jeder Neuinstallation bereits aktiviert ist. Als Nutzer müssen Sie daher nur darauf achten, die Firewall in den Systemeinstellungen nicht versehentlich zu deaktivieren. Apple Mac OS X bringt eine Anwendungs-Firewall mit, die im Auslieferungszustand Ihres Macs deaktiviert ist. Mac-Nutzer sollten diese Firewall manuell aktivieren. Privatanwender benötigen in der Regel keine zusätzliche Firewall. Unternehmen hingegen sollten unbedingt ein eigenes Sicherheitsgateway (Firewall) betreiben, um ihr gesamtes Netzwerk zu schützen. Weitere Informationen für Unternehmen bietet das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI).

Überprüfen Sie den Status Ihrer Personal Firewall:

Windows 10
Geben Sie unter „Suchen“ den Begriff „Firewall“ ein, und wählen Sie „Windows-Firewall“ aus. Jetzt wählen Sie „Windows-Firewall ein- oder ausschalten“ aus. Dabei werden Sie möglicherweise aufgefordert, ein Administratorkennwort einzugeben oder Ihre Auswahl zu bestätigen. Sie sollten die Windows-Firewall für jeden angezeigten Netzwerktyp aktivieren.

Weitere Informationen bietet Microsoft.

Windows 8
Öffnen Sie die Einstellungen von Windows, indem Sie vom rechten Bildschirmrand nach innen streifen oder die Tastenkombination „Windows-Taste + C“ ausführen. Die „Charme-Leiste“ erscheint. Klicken Sie auf „Suchen“ und geben Sie den Begriff „Firewall“ ein. Klicken Sie nun auf „Windows-Firewall“. Im linken Bereich können Sie Ihre Firewall ein- oder ausschalten. Sie sollten die Windows-Firewall für jeden angezeigten Netzwerktyp aktivieren.

Weitere Informationen bietet Microsoft.

Windows 7
Öffnen Sie das Startmenü von Windows 7, indem Sie auf die Schaltfläche „Start“ bzw. das Symbol von Windows 7 in der Taskleiste klicken. Geben Sie im Suchfeld den Begriff „Firewall“ ein und klicken Sie anschließend auf „Windows-Firewall“. Im linken Bereich können Sie Ihre Firewall ein- oder ausschalten. Sie sollten die Windows-Firewall für jeden angezeigten Netzwerktyp aktivieren.

Weitere Informationen bietet Microsoft.

Mac OS X
Öffnen Sie die „Systemeinstellungen“ Ihres Macs über das Apfel-Menü. Klicken Sie unter der Überschrift „Persönlich“ auf den Eintrag „Sicherheit“ und anschließend auf „Firewall“. Um die Firewall zu aktivieren, klicken Sie unten rechts auf das Schloss-Symbol und geben Sie Ihr Administrator-Kennwort ein. Nun aktivieren Sie die Firewall und klicken auf „Weitere Optionen“. Über die Option „Alle eingehenden Verbindungen blockieren“ schalten Sie alle Netzwerkverbindungen zu Ihrem Mac ab, die nicht für Ihre grundlegende Konnektivität mit dem Internet und Dienste wie Surfen und E-Mails erforderlich sind.

Möglicherweise schränkt das die Funktionsweise von Programmen ein, die Sie nutzen möchten. Optional empfehlen wir Ihnen, stattdessen die Funktion „Signierte Software automatisch erlauben, eingehende Verbindungen zu empfangen“ zu aktivieren. Programme, die von einer gültigen Zertifizierungsstelle oder von Apple selbst signiert wurden, werden automatisch zur Liste der zulässigen Programme hinzugefügt. Über die Schaltfläche mit dem „Plus-Symbol“ können Sie zudem Freigaben für Programme erteilen, denen Sie vertrauen. Außerdem können Sie auch signierten Programmen eingehende Verbindungen verbieten, indem Sie „Nicht erlauben“ wählen.

Sie sollten manuelle Freigaben nur erteilen, wenn Sie sich sicher sind, dass Sie einem Programm vertrauen können.

Weitere Informationen bietet Apple.

4. Gehen Sie nur mit eingeschränkten Benutzerrechten ins Internet.

Richten Sie für jeden Nutzer Ihres Computers ein eigenes Standardbenutzerkonto ein, wenn etwa mehrere Familienmitglieder gemeinsam auf einen Computer zugreifen. Statten Sie ein separates Nutzerkonto mit Administratorrechten aus und verwenden Sie dieses Konto nur, wenn Sie Änderungen am System vornehmen und Programme installieren möchten. Schützen Sie jedes Konto mit einem Kennwort vor unbefugtem Zugriff. Surfen Sie nur mit eingeschränkten Benutzerrechten im Internet, um es Angreifern besonders schwer zu machen, sich auf Ihrem Rechner festzusetzen. Wenn Sie mit Administratorrechten surfen und Ihren Computer mit Schadsoftware infizieren, erhält das Schadprogramm Ihre erweiterten Rechte und kann großen Schaden auf Ihrem System anrichten. Sollte es ein Schadprogramm hingegen schaffen, sich auf dem Benutzerkonto mit eingeschränkten Rechten einzunisten, können Sie über Ihren Administratorzugang den Schädling entfernen – oder auch das infizierte Benutzerkonto ganz löschen.

Sowohl bei der Installation eines Microsoft-Windows-Betriebssystems als auch eines Mac-OS-X-Systems wird automatisch ein Benutzerkonto mit Administratorrechten angelegt. Legen Sie sofort nach Installation ein Standardbenutzerkonto an.

Richten Sie ein Standardbenutzerkonto ein:

Windows 10
Neue Konten werden unter Windows 10 – im Gegensatz zu früheren Windows-Versionen – nicht mehr über die Systemsteuerung angelegt, sondern über „Einstellungen“. Klicken Sie dazu auf das Windows-Logo in der linken unteren Ecke des Bildschirms und wählen „Einstellungen“. Klicken Sie nun auf „Konten“ und „Familie und weitere Benutzer“. Möchten Sie ein Kind hinzufügen, klicken Sie auf „Familienmitglied hinzufügen“, da dieser Konto-Typ später besser beschränkt werden kann. Möchten Sie einen Erwachsenen hinzufügen, klicken Sie auf „Diesem PC eine andere Person hinzufügen“. Neue Benutzer werden unter Windows 10 zunächst automatisch ohne Administratorrechte angelegt. Dies können Sie später unter „Kontotyp ändern“ anpassen.

Windows 8
Öffnen Sie die Einstellungen von Windows, indem Sie vom rechten Bildschirmrand nach innen streifen oder die Tastenkombination „Windows-Taste + C“ ausführen. Die „Charme-Leiste“ erscheint. Klicken Sie nun auf „Einstellungen“. Im erscheinenden Einstellungsmenü klicken Sie unten auf „PC-Einstellungen ändern“ (optional erreichen Sie das Einstellungsmenü direkt mit der Tastenkombination „Windows-Taste + I“). Nun klicken Sie links auf „Konten“ und anschließend auf „Weitere Konten“. Fügen Sie ein neues Konto hinzu, indem sie auf die Schaltfläche mit dem Plus-Symbol klicken.

Weitere Informationen bietet Microsoft.

Windows 7
Öffnen Sie das Startmenü von Windows 7, indem Sie auf die Schaltfläche „Start“ bzw. das Symbol von Windows 7 in der Taskleiste klicken. Klicken Sie nun auf den Eintrag „Systemsteuerung“ und im folgenden Fenster unter „Benutzerkonten und Jugendschutz“ auf den Eintrag „Benutzerkonten hinzufügen/entfernen“. Im folgenden Fenster wählen Sie „Neues Konto erstellen“. Geben Sie einen Namen für das neue Konto ein und aktivieren Sie das Feld „Standardbenutzer“. Klicken Sie auf „Konto erstellen“. Im folgenden Menü klicken Sie auf „Kennwort erstellen“. Legen Sie ein Kennwort fest und berücksichtigen Sie dabei unsere Hinweise zur Passwort-Sicherheit. Anschließend können Sie Ihrem Konto noch ein Bild hinzufügen.

Weitere Informationen bietet Microsoft.

Mac OS X
Öffnen Sie die „Systemeinstellungen“ Ihres Macs über das Apfel-Menü. Klicken Sie unter der Überschrift „System“ auf den Eintrag „Benutzer und Gruppen“. Klicken Sie nun unten rechts auf das Schloss-Symbol und geben Sie Ihr Administrator-Kennwort ein. Unter der Liste mit den Benutzern klicken Sie auf „Hinzufügen“. Wählen Sie die Account-Art „Standard“ und füllen Sie die Eingabefelder aus.

HINWEIS: Mac OS X legt neben dem Administrator-Konto den Nutzer „root“ an, der allerdings deaktiviert ist. Das Root-Benutzerkonto ist mit den Zugriffsrechten eines „Superusers“ ausgestattet und dient ausschließlich besonderen Verwaltungsaufgaben. In der Regel werden Sie dieses Konto nicht benötigen.

Weitere Informationen bietet Apple.

5. Geben Sie Spyware-Programmen keine Chance.

Unter Spyware versteht man Schnüffelprogramme, die fortwährend PC-Daten sammeln und an Dritte senden. Im Brennpunkt des kommerziellen Interesses stehen die Konfiguration des Computers und das Verhalten seiner Benutzer im Internet. Die Empfänger dieser Daten sind oftmals Werbefirmen, die zielgerichtete Werbung verschicken wollen. Zum Teil handelt es sich aber auch um Internetkriminelle, die etwa Passwörter stehlen wollen. Einige Spyware-Programme (Keylogger) sind dazu in der Lage, Ihre gesamten Tastatureingaben zu protokollieren und weiterzuleiten.

Spyware läuft für normale Benutzer unsichtbar im Hintergrund. Was Sie möglicherweise bemerken, sind Werbe-E-Mails oder zusätzlich erscheinende Browserfenster. Zudem sind viele Spyware-Programme in der Lage, die Favoritenliste oder die Startseite Ihres Browsers zu manipulieren. Darüber hinaus kann sich Spyware auf die Leistung Ihres Computers auswirken, ihn langsamer machen und sogar zum Absturz bringen.

So schützen Sie sich vor Spyware:

- Nutzen Sie einen Virenscanner, der sich automatisch aktualisiert.
- Achten Sie darauf, dass die Personal Firewall Ihres Rechners aktiviert ist.
- Installieren Sie nur Software, die Sie tatsächlich brauchen.
- Deinstallieren Sie unbenötigte Software, die etwa beim Kauf Ihres Rechners mitgeliefert wurde.
- Prüfen Sie vor dem Download einer Software, ob in den Lizenzvereinbarungen „automatische Kommunikationsfunktionen“ o.ä. erwähnt werden. Schauen Sie sich gegebenenfalls nach alternativen Angeboten um.
- Öffnen Sie Internet-Links nur in vertrauenswürdigen E-Mails.
- Wenn Sie den Internet Explorer nutzen: Deaktivieren Sie unter dem Menüpunkt Extras / Internetoptionen / Sicherheit den „Download von ActiveX-Steuerelementen“.


Sicheres Passwort in zehn Sekunden

Erstellen Sie ein sicheres Passwort

Schützen Sie Ihren Rechner mit einem wirklich starken Passwort. Tabu sind Namen, Wörter oder Geburtsdaten. Hacker haben Werkzeuge, die vollautomatisch alle gängigen Wörter und Ziffer-Zahl-Kombinationen durchtesten. Um die Angreifer ins Leere laufen zu lassen, sollte Ihr Passwort folgende Anforderungen erfüllen:

  • Verwenden Sie mindestens acht Zeichen, besser einige mehr.
  • Mischen Sie Groß- und Kleinbuchstaben mit Ziffern und Sonderzeichen.
  • Vermeiden Sie Begriffe, die in Wörterbüchern oder Lexika stehen.
  • Nutzen Sie keine Muster, wie z. B. 1234abcd oder asdfgh.

Tipp: Denken Sie sich einen Satz aus und bilden Sie Ihr persönliches Passwort aus den Anfangsbuchstaben der Wörter dieses Satzes. Ergänzen Sie die Buchstabenfolge mit Zahlen und Sonderzeichen. Beispiel: Meine Mutter kauft jeden Samstag 16 Eier auf dem Markt -> §MMkjS16EadM!

Bewahren Sie Ihr Passwort sicher auf

Prägen Sie sich Ihr Passwort am besten im Kopf ein und geben Sie es niemals an Dritte weiter. Wer eine elektronische Hilfe wünscht, kann Passwort-Manager-Programme nutzen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) empfiehlt etwa die Software KeePass.

Nutzen Sie Ihr PC-Passwort ausschließlich für Ihren Rechner. Verwenden Sie für jeden Online-Dienst – zum Beispiel E-Mail, soziale Netzwerke, Online-Shops oder Online-Banking – ein eigenes sicheres Passwort. Wenn Sie ein neues Gerät in Betrieb nehmen oder sich für einen neuen Dienst registrieren, sollten Sie die voreingestellten Passwörter sofort ändern.


Vor Datenverlust und unbefugtem Zugriff schützen

So sichern Sie Ihre Daten richtig

Bewahren Sie den Überblick! Organisieren Sie Ihre Dokumente in für Sie nachvollziehbaren Verzeichnisstrukturen. Sichern Sie diese Verzeichnisse dann vollständig. Wie regelmäßig, hängt von Ihrem Nutzungsverhalten und dem Wert Ihrer Daten ab. Während für viele private Nutzer ein monatlicher Turnus reichen kann, sollten berufliche Anwender möglichst täglich sichern.

Die Backup-Programme aktueller Betriebssysteme reichen für die meisten Anwendungszwecke aus. Das gilt sowohl für Privatanwender als auch für die meisten kleinen und mittelständischen Unternehmen.

Für die Dateisicherungsfunktion von Windows 8 benötigen Sie entweder eine zweite Festplatte in Ihrem Rechner oder ein externes Speichermedium wie einen USB-Stick. Schließen Sie gegebenenfalls das Sicherungsmedium an Ihren Computer an, bevor es weitergeht.

Ohne manuelle Änderungen speichert die Datensicherung von Windows 8 alle Bibliotheken, Kontakte, Favoriten des Internet Explorers und Ihren Desktop. Damit Sie auch andere Verzeichnisse auf Ihrem Computer sichern können, sollten Sie die zu sichernden Ordner zunächst einer bestehenden oder neuen Bibliothek hinzufügen. Öffnen Sie den Windows Explorer und navigieren Sie zu dem Verzeichnis, das Sie sichern möchten. Klicken Sie das Verzeichnis zunächst mit der linken und anschließend mit der rechten Maustaste an, um das Kontextmenü zu öffnen. Wählen Sie nun den Punkt „In Bibliothek aufnehmen“ und fügen Sie den Ordner einer neuen oder bestehenden Bibliothek hinzu.

Windows 10

Klicken Sie auf das Windows-Logo am linken unteren Bildschirmrand und wählen Sie „Einstellungen“. Unter „Update und Sicherheit“ klicken Sie auf „Sicherung“. Legen Sie nun unter „Laufwerk hinzufügen“ fest, ob die Sicherung Ihrer Dateien auf einem externen Laufwerk oder über eine Netzwerkadresse erfolgen soll. Der Inhalt Ihres Benutzerordners (C:\Benutzer\Benutzername) wird ab sofort stündlich gesichert. Über „Weitere Optionen“ können Sie ändern, welche Dateien wie oft gesichert werden sollen.

Windows 8

Öffnen Sie nun die Einstellungen von Windows, indem Sie vom rechten Bildschirmrand nach innen streifen oder die Tastenkombination „Windows-Taste + C“ ausführen. Die „Charme-Leiste“ erscheint. Klicken Sie auf „Suchen“ und geben Sie den Begriff „Dateiversionsverlauf“ ein. Klicken Sie nun auf „Laufwerk auswählen“, um den Speicherort für Ihre Sicherung festzulegen. Anschließend aktivieren Sie den Dateiversionsverlauf mit einem Klick auf die Schaltfläche „Einschalten“. Die Sicherungsfunktion erstellt nun ein Backup Ihrer Dateien, das stündlich aktualisiert wird. Über den Menüpunkt „Ordner ausschließen“ legen Sie fest, welche Dateien Sie nicht sichern möchten. Über „Erweiterte Einstellungen“ definieren Sie, in welchen Zeitabständen Ihre Dateien gesichert werden und wie lange gespeicherte Dateiversionen aufbewahrt werden.

Weitere Informationen zum Thema bietet das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI).

Windows 7

Öffnen Sie das Startmenü von Windows 7, indem Sie auf die Schaltfläche „Start“ bzw. das Symbol von Windows 7 in der Taskleiste klicken. Klicken Sie nun auf den Eintrag „Systemsteuerung“ und im folgenden Fenster auf „System und Sicherheit“. In der folgenden Ansicht klicken Sie unter dem Menüpunkt „Sichern und Wiederherstellen“ auf „Sicherung des Computers erstellen“. Wenn Sie die Sicherungsfunktion noch nie verwendet haben, müssen Sie die Sicherung zunächst einrichten. Klicken Sie in diesem Fall oben rechts auf „Sicherung einrichten“ und geben Sie Ihr Administrator-Kennwort ein.

Wählen Sie nun den Speicherort für Ihre Datensicherung aus (Tipps zum richtigen Speichermedium finden Sie auf dieser Seite weiter unten) und legen Sie fest, welche Dateien Sie sichern möchten. Wenn Sie alle Einstellungen vorgenommen haben, gibt Windows Ihnen die Möglichkeit, einen Zeitplan für automatische Sicherungen festzulegen.

Weitere Informationen zum Thema bietet das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (Stand: 23.02.2016).

Mac OS X

Für das integrierte Backupsystem von Mac OS X namens „Time Machine“ brauchen Sie eine externe Festplatte oder das Apple-Produkt AirPort Time Capsule. Die Backup-Festplatte sollte mindestens um ein Drittel größer sein als die Festplatte Ihres Macs. Schließen Sie das Speichermedium an und öffnen Sie die „Systemeinstellungen“ Ihres Macs über das Apfel-Menü. Klicken Sie unter der Überschrift „System“ auf den Eintrag „Time Machine“. Im folgenden Menü schalten Sie die Time Machine links ein und klicken dann auf „Backup-Volume auswählen“. Nachdem Sie Ihr Speichermedium ausgewählt haben, werden die Einstellungen der Datensicherung geöffnet. Je nach Version Ihres Betriebssystems steht Ihnen die Option „Backup-Volume verschlüsseln“ zur Verfügung.

Standardmäßig sichert die Time Machine Ihr gesamtes System mit nahezu allen Daten und Einstellungen inklusive der installierten Programme. Über die Schaltfläche „Optionen“ können Sie festlegen, ob und welche Festplatten, Partitionen, Ordner und Einzeldateien Sie von der Sicherung ausschließen möchten.In der Grundeinstellung sichert die Time Machine Ihre Daten stündlich. Falls Sie das Speicherintervall ändern möchten, hilft Ihnen ein zusätzliches Programm wie etwa das kostenlose „TimeMachineScheduler“ (Download zum Beispiel im Software-Verzeichnis von Heise).

Weitere Informationen zum Thema bietet Apple, Profi-Tipps finden Sie auch bei MacGadget.

Wählen Sie geeignete Speichermedien

Als Datenträger bieten sich vor allem CDs, DVDs, Blu-ray Disks, USB-Sticks und externe Festplatten an. Achten Sie bei der Auswahl auf die Haltbarkeit der Speichermedien. Festplatten halten im Betrieb häufig nur einige Jahre. Bei der Sicherung auf einer Festplatte ist es generell empfehlenswert, diese im RAID-Verbund zu verwenden. Ein RAID-System sorgt hier für zusätzliche Sicherheit, denn auch Sicherungsfestplatten können ausfallen. Als reines Backup-Medium bleiben sie mitunter zehn oder mehr Jahre funktionsfähig. USB-Sticks verfügen über einen Flash-Speicher, der bei jedem Schreibvorgang verschleißt. Hersteller garantieren etwa 100.000 Schreibzyklen, bis der Speicher seinen Dienst versagt. CDs, DVDs und Blu-Ray Disks sind optische Speichermedien, die durch optische Abtastung mit einem Laser beschrieben und ausgelesen werden. Bei optimaler Lagerung (25 Grad Celsius, 40 bis 60 Prozent Luftfeuchtigkeit, Schutz vor Licht, Kratzern, chemischen Lösungsmitteln durch Aufkleber oder Beschriftung) liegt ihre Lebenserwartung bei 30 bis 100 Jahren. Blu-Rays halten derzeitig am längsten. Bewahren Sie Ihre Backup-Medien an einem sicheren Ort auf, der insbesondere vor Diebstahl, Feuer und Wasserschäden geschützt ist. Für Sicherungen eignen sich vor allem dedizierte Netzwerkspeicher (NAS), da sie für alle Geräte im Netzwerk (auch kabellos) erreichbar und zu Sicherungszwecken nutzbar sind. Bereits viele handelsübliche Router bieten USB-Anschlüsse zur NAS-Funktionalität an.

Sichern Sie Ihre Daten in der Cloud

Eine Alternative zu Hardware-Speichermedien bieten Speicherdienste in der Cloud, etwa die MagentaCLOUD der Deutschen Telekom, die Ihnen bis zu 25 GB kostenlosen Speicherplatz für Fotos, Videos, Musik und andere Dateien zur Verfügung stellt. Die MagentaCLOUD speichert Ihre Dateien ausschließlich in TÜV-geprüften deutschen Rechenzentren und berücksichtigt das besonders weitreichende deutsche Datenschutzrecht. Zudem nutzt die MagentaCLOUD die neueste Verschlüsselungstechnologie, um Ihre Daten sicher zu übertragen. Generell empfehlen wir, Backups Ihrer Daten in der Cloud nur verschlüsselt zu speichern.

Verschlüsseln Sie Ihre Daten

Falls Sie Ihre Backups selbst verwalten wollen, sollten Sie ebenfalls darüber nachdenken, die Daten zu verschlüsseln. Für viele Privatanwender ist dies eine Bauchentscheidung. Hilfreich kann dabei die Frage sein, wie Sie damit umgehen, wenn andere Ihre Daten sehen. Professionellen Anwendern, insbesondere kleineren und mittleren Unternehmen, stellt sich diese Frage nicht. Hier ist die Verschlüsselung vertraulicher Daten Pflicht.

Moderne Betriebssysteme haben wirksame Verschlüsselungsverfahren bereits vorinstalliert.

Windows 7, Windows 8 und Windows 10

Dateien und Ordner verschlüsseln: Windows bietet Ihnen das Dateisystem EFS, um Ordner und Dateien zu verschlüsseln. Leider stellt Microsoft EFS ausschließlich für die Pro- und Enterprise-Versionen zur Verfügung. Wer eine Home- oder Starter-Version auf seinem Rechner betreibt, muss auf eine externe Verschlüsselungslösung wie GNU Privacy Guard for Windows (Gpg4Win) zurückgreifen. Die EFS-Verschlüsselung geschieht auf der Festplatte Ihres Windows-Rechners. Zum Verschlüsseln klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die gewünschte Datei oder den gewünschten Ordner. Daraufhin erscheint ein Kontextmenü, in dem Sie auf „Eigenschaften“ klicken. Wählen Sie als Nächstes die Registerkarte „Allgemein“ und klicken Sie auf „Erweitert“. Anschließend öffnet sich das Fenster „Erweiterte Attribute“. Aktivieren Sie darin das Kontrollkästchen „Inhalt verschlüsseln, um Daten zu schützen“. Bestätigen Sie mit „OK“. Klicken Sie abschließend noch ein weiteres Mal auf „OK“.

Dateien und Ordner entschlüsseln: Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die/den zu entschlüsselnde/n Datei/Ordner. Klicken Sie auf „Eigenschaften“. Wählen Sie die Registerkarte „Allgemein“ und klicken Sie auf „Erweitert“. Anschließend öffnet sich das Fenster „Erweiterte Attribute“. Deaktivieren Sie dort das Kontrollkästchen „Inhalt verschlüsseln, um Daten zu schützen“. Bestätigen Sie mit „OK“. Klicken Sie abschließend noch ein weiteres Mal auf „OK“.

Wichtiger Hinweis: Sichern Sie Ihre EFS-Daten auf einem externen Medium! Falls die Zertifikate und Schlüssel auf Ihrem Windows-PC verloren gehen, können Sie die verschlüsselten Dateien und Ordner nicht mehr verwenden. Grund: Windows verbirgt die Daten der Zertifikate und Schlüssel im Betriebssystem, sodass sie etwa nach einer Neuinstallation nicht mehr verfügbar sind. Daher ist es empfehlenswert, Zertifikate und Schlüssel extern zu sichern.

So sichern Sie ein EFS-Zertifikat: Öffnen Sie das Startmenü. Klicken Sie hierzu auf die Schaltfläche „Start“. Geben Sie im Suchfeld am Fuß des Menüs den Text „certmgr.msc“ ein und bestätigen Sie mit der Eingabetaste. Daraufhin öffnet sich die Zertifikateverwaltung des aktuell angemeldeten Benutzers. Doppelklicken Sie darin die Schaltfläche „Eigene Zertifikate“. Klicken Sie auf „Zertifikate“. Klicken Sie dann im Hauptfensterbereich auf alle Zertifikate, die unter „Beabsichtigte Zwecke“ als „Verschlüsselndes Dateisystem“ erscheinen. Wiederholen Sie für jeden dieser Einträge folgende Aktion: Öffnen Sie das Drop-down-Menü „Aktion“ per Mausklick und legen Sie den Mauszeiger auf „Alle Aufgaben“. Klicken Sie anschließend auf „Exportieren“, woraufhin sich der Zertifikatexport-Assistent öffnet. Klicken Sie dort auf „Weiter“ und aktivieren Sie das Kontrollkästchen „Ja, privaten Schlüssel exportieren“. Klicken Sie erneut auf „Weiter“. Aktivieren Sie im nächsten Abfragefenster das Kontrollkästchen „Privater Informationsaustausch“ und klicken Sie noch einmal auf „Weiter“. Es erscheint ein weiteres Dialogfenster, in dem Sie ein sicheres Kennwort eingeben, dieses einmal bestätigen und dann per Klick auf „OK“ aktivieren. Beachten Sie bei der Wahl Ihres Kennworts unsere Hinweise zur Passwort-Sicherheit. Im Anschluss an die Kennwortvergabe öffnet sich ein weiteres Fenster, in dem Sie das Speicherziel der Verschlüsselungsdaten angeben. Nutzen Sie hierzu einen externen Datenträger und bewahren Sie diesen an einem sicheren Ort auf. Beachten Sie bei der Wahl Ihres Speicherziels unsere Hinweise zur Haltbarkeit von Datenträgern.

Weitere Informationen zu EFS bietet Microsoft und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (Stand: 23.02.2016).

Mac OS X

Ab Version 10.7 (Lion) bietet Mac OS X zwei Verschlüsselungsverfahren, die unterschiedliche Ziele haben. Mit dem Verfahren FileVault 2 schützen Sie Ihre Dateien für den Fall, dass Sie Ihren Computer einmal verlieren sollten. Das zweite Verfahren ist sinnvoll, wenn Sie Ihren Rechner mit anderen Nutzern teilen und verhindern wollen, dass die anderen Ihre Daten sehen. Zu diesem Zweck können Sie verschlüsselte Disk-Images erstellen, die allein Ihnen zur Verfügung stehen.

1. FileVault2: Zugriffsschutz bei Verlust des Computers

Mit FileVault 2 können Sie Ihre Festplatte vollständig verschlüsseln. Klicken Sie hierzu in den Systemeinstellungen im Menü „Sicherheit" auf den Reiter „FileVault“ und wählen Sie die Schaltfläche „FileVault aktivieren“. Falls mehrere Benutzerkonten eingerichtet sind, müssen Sie die Benutzerkonten bestimmen, die eine Verschlüsselung aufheben dürfen. Hierbei fordert Sie das System auf, die Passwörter der Konten zu hinterlegen, die entsperren dürfen. Wenn Sie die Schaltfläche „FileVault aktivieren“ bestätigen, zeigt FileVault2 einen Wiederherstellungsschlüssel an. Dieser Schlüssel dient als Entsperrungsalternative, falls Sie Ihr Passwort einmal vergessen sollten. Verwahren Sie den Wiederherstellungsschlüssel getrennt von Ihrem Computer an einem sicheren Ort auf.

Nun haben Sie FileVault2 erfolgreich aktiviert. Um die Verschlüsselung physisch durchzuführen, müssen Sie den Mac neu starten. Nach dem Neustart erscheint ein Fenster, in das sie Ihre Anmeldedaten eingeben, um die Festplatte zu entsperren. Jetzt beginnt die erste Verschlüsselung Ihrer kompletten Festplatte. In den meisten Fällen dauert das einige Stunden. Währenddessen können Sie Ihren Mac wie gewohnt nutzen. Falls erforderlich, können Sie sich auch abmelden, in den Ruhezustand wechseln oder den Rechner sogar ganz ausschalten. FileVault2 setzt die Verschlüsselung nach dem nächsten Einschalten automatisch fort.

Weitere Informationen zu FileVault2 bietet Apple.

2. Verschlüsseltes Disk-Image: Zugriffsschutz gegenüber legitimen Nutzern

Falls Sie Ihren Apple-Rechner mit mehreren Nutzern teilen, können Sie verschlüsselte Disk-Images anlegen, die verhindern, dass die anderen User auf Ihre Daten zugreifen. Verschlüsselte Disk-Images funktionieren wie normale Disk-Images: Sie bieten ein Abbild des Festplattenbereichs, auf dem Sie Ihre Daten ablegen.

Um ein verschlüsseltes Disk-Image zu erstellen, klicken Sie im Bereich „Programme“ auf „Dienstprogramme“. Daraufhin erscheint ein Fenster, in dem Sie zunächst auf „Ablage", dann auf „Neu“ und schließlich auf „Leeres Image“ klicken. Im Feld „Sichern unter“ geben Sie Ihrer Image-Datei (.dmg) einen Namen.

Nun sehen Sie das Menü „Größe“. Es empfiehlt sich, die Option „Mitwachsendes Image“ zu wählen. Es verwendet nur so viel Platz, wie Ihre Daten benötigen. Im folgenden Menü „Verschlüsselung" legen Sie die Verschlüsselungstechnik fest, die das System nutzen soll. Für die Versionen Mac OS X 10.5 oder neuer empfiehlt sich eine „256-Bit-AES-Verschlüsselung“. Für ältere Betriebssysteme steht die Option „128-Bit-AES-Verschlüsselung“ zur Verfügung. Bitte beachten Sie, dass Ihr Image nicht verschlüsselt wird, wenn Sie an dieser Stelle keine Auswahl treffen.

Klicken Sie nun auf die Schaltfläche „Erstellen“. Es erscheint ein weiteres Dialogfenster, in dem Sie ein sicheres Kennwort eingeben, bestätigen und durch den Klick auf „OK“ aktivieren. Beachten Sie bei der Wahl Ihres Kennworts auf unsere Hinweise zur Passwort-Sicherheit.

Weitere Informationen zu verschlüsselten Disk-Images bietet Apple.


Notfall-CD: Hilfe, wenn nichts mehr geht

Jede Notfall-CD hat ein Betriebssystem, mit dem Sie Ihren Rechner unabhängig von seinem eigentlichen Betriebssystem hochfahren können. Vorausgesetzt natürlich, dass der Zustand Ihrer Hardware das Hochfahren noch zulässt. Notfall-CDs bringen nützliche Werkzeuge mit, um beschädigte Systemdateien zu reparieren. Darüber hinaus gibt es Diagnose-Tools, die mögliche Hardwarefehler aufdecken. Viele Notfall-CDs verfügen auch über einen Virenscanner. Da Malware auf den Silberlingen nichts ausrichten kann, sind Recovery-CDs ein probates Mittel, um Computerschädlinge aufzuspüren und zu entfernen. Viele Notfall-CDs aktualisieren ihre Virus-Datenbank über das Internet. Führen Sie diese Aktualisierung vor dem Rettungseinsatz auf einem anderen internetfähigen Rechner durch.

Erstellen Sie eine Notfall-CD

Viele Hersteller von Antivirus-Programmen stellen Werkzeuge bereit, mit denen Sie Notfall-CDs erstellen können. Für die Sicherheitslösung Norton 360 etwa, die im Sicherheitspaket Komplett der Deutschen Telekom enthalten ist, bietet der Hersteller Symantec das Norton Bootable Recovery Tool. Das Werkzeug unterstützt Sie beim Erstellen einer Notfall-CD/DVD oder eines USB-Sticks. Laden Sie das Norton Bootable Recovery Tool von der Symantec-Webseite auf Ihren Rechner und folgen Sie den Anweisungen des Installationsassistenten, um das Notfallmedium passend für Ihren Computer zu erstellen.

Bewahren Sie das Notfallmedium an einem sicheren Ort auf. Falls tatsächlich ein Notfall eintritt, setzen Sie die CD/DVD oder den USB-Stick in Ihren Computer ein. Folgen Sie den Anweisungen auf dem Bildschirm. Das Norton Bootable Recovery Tool startet Ihren Computer in einer sicheren Umgebung und beginnt mit der Bereinigung Ihres infizierten Systems, sodass Ihr Computer schnell wieder betriebsbereit ist.


Benutzerkonten für Kinder und Jugendliche

Wenn Ihre Kinder und andere Familienmitglieder mit Ihnen gemeinsam auf einen Computer zugreifen, sollten Sie für jeden Nutzer ein eigenes Benutzerkonto mit eingeschränkten Rechten einrichten – und für sich selbst zusätzlich ein Konto mit Administratorrechten zur Verwaltung des Rechners. Falls Ihr Kind bereits über einen eigenen Computer verfügt, gilt ebenfalls die Empfehlung, ihm ein Benutzerkonto einzurichten, das Sie über ein Administrator-Konto kontrollieren können. Worauf Sie bei Adminstrator- und Benutzerkonten weiter achten müssen, erfahren Sie in unseren fünf wichtigsten Tipps für die Computer-Sicherheit.

Sowohl Windows als auch Mac OS X bieten spezielle Kinderkonten, in denen Sie etwa Nutzungszeiträume festlegen und Programme sperren können:

Windows 7: Jugendschutz aktivieren

Wie Sie mit Ihrem Administrator-Zugang Benutzerkonten mit eingeschränkten Rechten unter Windows 7 einrichten, erklären wir Ihnen in unseren fünf wichtigsten Tipps für die Computer-Sicherheit – „Richten Sie ein Standardbenutzerkonto ein / Windows 7“. Nachdem Sie ein solches Benutzerkonto eingerichtet haben, müssen Sie zur Aktivierung des Jugendschutzes in der „Systemsteuerung“ den Punkt „Benutzerkonten und Jugendschutz“ anklicken. Dort klicken Sie unter „Jugendschutz“ auf den Eintrag „Jugendschutz für beliebige Benutzer einrichten“. Daraufhin öffnet sich das Hauptfenster „Jugendschutz“. Nachdem Sie dort auf das zuvor für Ihr Kind erstellte Benutzerkonto geklickt haben, öffnet sich das Fenster „Benutzersteuerungen“. Aktivieren Sie im Menüpunkt „Jugendschutz“ das Kontrollkästchen „Ein - Einstellungen erzwingen“. Anschließend können Sie „Zeitlimits“ festlegen, „Spiele“ beschränken und „Bestimmte Programme zulassen und blockieren“.

Weitere Informationen bietet Microsoft.

Windows 8: Family Safety aktivieren

Wie Sie mit Ihrem Administratorzugang Benutzerkonten mit eingeschränkten Rechten unter Windows 8 einrichten, erfahren Sie in unseren fünf wichtigsten Tipps für die Computer-Sicherheit – „Richten Sie ein Standardbenutzerkonto ein / Windows 8“. Nachdem Sie ein solches Benutzerkonto eingerichtet haben, müssen Sie zur Aktivierung der Family Safety die „Einstellungen“ auf der „Charme-Leiste“ aufrufen. Im erscheinenden Menü klicken Sie unten auf „PC-Einstellungen ändern“ (optional erreichen Sie das Einstellungsmenü direkt mit der Tastenkombination „Windows-Taste + I“). Klicken Sie auf „Konten“ und anschließend auf „Weitere Konten“. Daraufhin öffnet sich ein Fenster, in dem Sie per Mausklick das Benutzerkonto des Kindes auswählen, dessen Zugangsberechtigungen Sie regeln wollen. Wenn Sie das Konto Ihres Kindes ausgewählt haben, klicken Sie auf „Bearbeiten“. Um die Berechtigungen Ihres Kindes passend einzustellen, aktivieren Sie im nächsten Dialogfenster das Kontrollkästchen „Ein - Einstellungen erzwingen“. Anschließend können Sie individuelle Einstellungen vornehmen, um „Zeitlimits“ zu setzen, Internetseiten per „Webfilterung“ zu sperren und „Spieleeinschränkungen“ für die altersgemäße Nutzung des Windows-Stores und der Spiele auf Ihrem Computer festzulegen.

Wie Sie die Jugendschutz-Einstellungen individuell einstellen können, zeigt Ihnen folgendes Video-Tutorial:

Weitere Informationen bietet Microsoft.

Mac OS X: Kindersicherung (auch: Parental Controls) aktivieren

Wie Sie als Administrator unter Mac OS X Benutzerkonten anlegen, erfahren Sie in unseren fünf wichtigsten Tipps für die Computer-Sicherheit – „Richten Sie ein Standardbenutzerkonto ein / Mac OS X“. Öffnen Sie nun die „Systemeinstellungen“ Ihres Macs über das Apfel-Menü. Klicken Sie unter der Überschrift „System“ auf den Eintrag „Kindersicherung“. Klicken Sie nun unten rechts auf das Schloss-Symbol und geben Sie Ihr Administratorkennwort ein. Wählen Sie das Benutzerkonto Ihres Kindes und klicken Sie auf „Kindersicherung aktivieren“. Um die Einstellungen der Kindersicherung festzulegen oder zu verändern, haben Sie folgende Menüpunkte zur Auswahl:

  • „Apps“ für den Zugriff auf Applikationen und den App Store
  • „Web“ für den Zugriff auf Websites
  • „Personen“ für Kontakte mit anderen Personen im Game Center, per E-Mail und in der App „Nachrichten“
  • „Zugriffszeiten“
  • „Andere“ zum Ausblenden anstößiger Wörter im Wörterbuch, zur Verwendung der eingebauten Kamera und der Diktierfunktion, zum Brennen von CDs und DVDs sowie zum Ändern des Kennworts und der Druckereinstellungen.

Weitere Informationen bietet Apple.

Kinderschutz Software der Telekom

Mit der kostenlosen Kinderschutz Software können Eltern voreinstellen, wie viel Zeit ihre Kinder im Internet verbringen und auf welche Portale, Chatprogramme und Tauschbörsen sie zugreifen dürfen. Die leicht zu bedienende Software deckt über 100 Millionen kategorisierte Seiten ab. Zudem lässt sich das zusätzlichen Schutz bietende BPjM-Modul der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien integrieren. Die Kommission für Jugendmedienschutz der Landesmedienanstalten (KJM) hat die Kinderschutz Software der Telekom offiziell anerkannt.

Weitere Informationen und Angebote finden Sie hier:


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